/ Mai 7, 2020

Ergänzend zur Veröffentlichung des gestrigen Tages:

Die Ausgangsbeschränkung wurde in Bayern am 06.05.2020 aufgehoben, dennoch gelten weiterhin die behördlichen Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben, wie das allgemeine Abstandsgebot, in dem jeder angehalten wird, die physischen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Wo immer möglich, ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m einzuhalten.

Weiterhin gilt: Die Anwesenheitszeiten der Pferdesportler sowie der Mitarbeiter/Helfer auf einer Reitanlage sind auf ein Mindestmaß zu reduzieren und zu dokumentieren. Diese Dokumentation kann laut Einschätzung des BRFV bei Verlassen der Stallungen/Reitbetriebe durch Eintragen in Listen mit genauer Angabe der eigenen Anwesenheitszeit erfolgen, damit Infektionsketten gegebenenfalls nachverfolgt werden können. Der Aufenthalt sollte weiterhin im Sinne aller und zum Schutz der Gesundheit aller auf das Nötigste beschränkt sein, zeitliche Vorgaben hierzu gibt es nicht mehr. Hier ist ein solidarisches Miteinander besonders wichtig. Ansammlungen sind weiterhin grundsätzlich zu vermeiden.

Letztendlich obliegt es dem jeweiligen Stallbetreiber/Anlagenbesitzer im Rahmen der Wahrung seines Hausrechtes, bei Bedarf einen gewissen Zeitrahmen festzulegen, der den Gegebenheiten auf seiner Anlage angepasst ist und die Umsetzung der behördlichen Vorgaben gewährleistet. Die Überwachung obliegt dem Stallbetreiber.

Des Weiteren gilt, die geltenden behördlichen Hygiene- und Infektionsschutz-vorgaben sowie der vorgegebene Mindestabstand von 1,5 bis 2 Metern auch zwischen den Reitschülern (Pferden) und dem Reitlehrer/Trainer zu jeder Zeit einzuhalten. Der Sport darf nur kontaktfrei ausgeübt werden. Das bedeutet, Anfänger- und Longenunterricht mit Sitzkorrektur ist nicht möglich. Zuschauer sind nicht erlaubt.

Eine sinnvolle Wegeführung auf der Pferdesportanlage zur Einhaltung des Mindestabstands in allen Situationen ist zu gewährleisten. Die Aufenthalts-/Sozialräume sind geschlossen zu halten. Putzplätze auf der Anlage müssen „entzerrt“ werden, sodass ausreichend Platz zwischen den Pferdesportschülern ist. Eventuell müssen draußen Anbindeplätze eingerichtet oder aufgebaut werden. Sofern Pferdesportschüler beim Vorbereiten und Abpflegen des Pferdes Hilfe benötigen, obliegt es dem Trainer/ Ausbilder, diese gemäß behördlicher Kontaktvorgaben mit möglichst geringer Helferzahl sicherzustellen. Im besten Fall übernimmt der Trainer/Ausbilder oder die verantwortliche Person des Vereins/Betriebs die Vorbereitung des Pferdes.
Betreten der Sattelkammern nur nacheinander und mit entsprechendem Abstand. Für jedes Schulpferd ist eigenes Putzzeug zu benutzen und nach der Benutzung zu reinigen und ggf. die Griffflächen zu desinfizieren. Nach dem Abpflegen der Pferde ist wiederum der Sanitärbereich aufzusuchen und sich abermals gründlich die Hände zu waschen sowie ggf. zu desinfizieren, bevor der Heimweg angetreten wird.

Eine Reitgruppe muss erst die Reitbahn verlassen haben, bevor die nächste diese betritt. Ein etwaiger Pferdewechsel ist vom Ausbilder/Trainer unter Wahrung der Abstandsregeln sicherzustellen. Die Anzahl der Helfer z.B. beim Springen ist je nach Größe des Platzes auf eine, ggf. zwei Personen zu begrenzen.

Voltigierunterricht: Im Gegensatz zur Phase der Notbewegung ist aktive Unterrichtserteilung mit Voltigieren möglich. Gruppenunterricht oder Übungen mit zwei oder mehr Voltigierern auf dem Pferd sind nicht zulässig, solange die Abstandsregelung von 1,5m gilt. Es darf immer nur ein Voltigierer auf dem Pferd sein. Das Fertigmachen des Pferdes zum Voltigieren (Putzen und Aufgurten) darf nur von einer Person durchgeführt werden. Das Aufwärmen für das Training muss mit genügend Abstand zwischen den Voltigierern erfolgen. Hilfspersonen, die dem Voltigierer auf das Pferd helfen würden, sind auf Grund des nicht einzuhaltenden Sicherheitsabstandes nicht gestattet. Folglich können nur solche Voltigierer trainieren, die in der Lage sind alleine auf das Pferd zu kommen. Der Trainer/Longenführer kann pro Trainingseinheit max. vier Voltigierer, die mit dem vorgegebenen Sicherheitsabstand um den Longierzirkel verteilt warten, einzeln nacheinander auf dem Pferd unterrichten. Vorgegebene Abstände zwischen den Voltigierern und dem Longenführer/Trainer sind dabei ebenfalls einzuhalten. Die vier Voltigierer, die sich auf dem Longierzirkel befinden, müssen erst den Zirkel verlassen haben, bevor die nächsten diesen betreten.
Quelle: brfv.de

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